Startseite
Autobomben
11. September
Wag the Saddam
Vogelgrippe
Samarra
Avian bio-wars?
Waffenbr├╝der?
Abgrund Irankrise
Fall Osthoff
Krieg wg. ├ľlb├Ârse?
Milit├Ąrwahnsinn
Sarkawi-Legende
Iran&WM
Beckstein und Iran
SCO und Iran
Glanz und Wert
Amokl├Ąufe?
Kursk-Versenkung
Armageddon ahoi?
Klima-M├Ąrchen
BBC und 9/11
Erfurt (+5 Jahre)
Retter Ron Paul?
V├Âlkerrecht in Georgien
Was will Erdogan?
Gaddafi tot?
Kein Rundfunkbeitrag!
Arbeitsrecht I
Iran&WM

31.05.2006

 

Iran, Israel und die Fu├čball-WM -
Einsch├Ątzung der ÔÇ×IrankriseÔÇť Ende Mai

 von Ralph Kutza


Es gibt ein paar ermutigende Signale hinsichtlich jener angespannten Situation im Mittleren Osten, welche die Machtzentren des ┬┤Westens┬┤ einseitig definiert, in die Welt gerufen und als ┬┤Irankrise┬┤ tituliert haben. Die US-Au├čenministerin Rice hat am 31. Mai direkte Verhandlungen mit der iranischen Regierung in Aussicht gestellt, wenn diese zuvor die Urananreicherung aussetzt. Doch ist damit die Gefahr eines verheerenden (Nuklear-)Krieges leider noch l├Ąngst nicht gebannt. Folgende Entwicklungen und Termine sind ebenfalls zu beachten.

Vom 8. bis 11. Juni wird die diesj├Ąhrige Tagung der ┬┤Bilderberger┬┤ in der N├Ąhe von Ottawa, Kanada, stattfinden. Nur wenigen Mitmenschen ist diese Organisation derzeit ein Begriff. Dabei existiert sie schon seit den 50er Jahren und tagt j├Ąhrlich ├╝blicherweise im Zeitraum Mai-Juni in F├╝nf-Sterne-Hotels mit Golfplatz, die in Westeuropa oder Nordamerika liegen. Dort tummeln sich dann ├╝ber 100 Vertreter aus den Vorst├Ąnden etlicher westlicher Gro├čkonzerne, Superreiche, graue und sonstige Eminenzen sowie Politiker, die bereitwillig die Interessen der erstgenannten Gruppen auf nationaler Ebene r├╝cksichtslos exekutieren. Letztes Jahr fand das Treffen vom 5. bis 8. Mai bei K├Ąlte und N├Ąsse im oberbayerischen Rottach-Egern statt. H├Âchstens eine handvoll ┬┤hochrangiger┬┤ Medienvertreter d├╝rfen bei diesen Treffen teilnehmen, und auch dies nur unter strikter Verschwiegenheitsverpflichtung. Es soll schlie├člich weitgehend geheim bleiben, was dort ausgekungelt wird. Schon das Herausfinden, wo das jeweils n├Ąchste Treffen stattfindet, gleicht daher einem detektivischen Katz- und Mausspiel, werden doch die R├Ąumlichkeiten immer unter Vorw├Ąnden wie z.B. ┬┤├ärztekongre├č┬┤ gebucht und  sperren Gro├čaufgebote lokaler Polizeieinheiten weitr├Ąumig das Hotelgel├Ąnde ab. Wer das f├╝r harmlose Treffen der selbsternannten (M├Âchtegern-)Eliten h├Ąlt, die blo├č mal ein gem├╝tliches Schw├Ątzchen unter sich abhalten m├Âchten, darf gerne seiner Naivit├Ąt weiter fr├Ânen. Aber wie antwortet er auf die Frage, wie sich diese extreme und verd├Ąchtige mediale Geheimniskr├Ąmerei mit der Fassade der vorgeblichen westlichen Werte von ┬┤Offenheit┬┤ und ┬┤Transparenz┬┤ einer ┬┤demokratischen┬┤ Gesellschaft vertr├Ągt? Das ┬┤Volk┬┤, von dem angeblich alle Gewalt ausgeht, soll gef├Ąlligst drau├čen bleiben, es hat nichts zu melden, sondern zu kuschen und sich in sein Schicksal zu f├╝gen. Wiederholt traten bei diesen Tagungen Kanzler(innen)- oder Premierminister-Kandidaten auf, bevor sie gleichsam im Anschlu├č an diese ┬┤Endkontrolle┬┤ mit dem Wohlwollen dieser ┬┤feinen Gesellschaft┬┤ den ┬┤demokratischen Wahlkampf┬┤ f├╝hren und gewinnen durften, um dann eifrig deren Macht und Verm├Âgen zu mehren und langfristige weltweite Strategien zu verfolgen. 2005 waren Schr├Âder und Merkel zugegen, und am 16. Juni 2005 gab letztere dann folgendes zum besten: ÔÇ×Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.ÔÇŁ Solch ein Mensch wird hierzulande Regierungschefin, das allerdings l├Ą├čt tief blicken!
Was dieses Jahr auf der Agenda des Bilderberger-Treffens ganz oben stehen wird, l├Ą├čt sich unschwer erraten: Das weitere, m├Âglichst koordinierte Vorgehen gegen den Iran sowie die Diskussion der f├╝r den globalen Kapitalismus ├╝beraus ┬┤irritierenden┬┤ Entwicklung in S├╝damerika (Venezuela, Bolivien, Argentinien).

Doch nicht einmal eine Woche sp├Ąter, am 15. Juni 2006 tagt die Shanghai Cooperation Organisation (SCO), urspr├╝nglich (d.h. seit Mitte Juni 2001) bestehend aus Ru├čland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan. Die Neuaufnahme des Iran, Indiens, Pakistans und der Mongolei steht auf der Agenda. Mitte 2005 hatte die usbekische Regierung die USA ultimativ aufgefordert, binnen sechs Monaten ihre Truppen vollst├Ąndig abzuziehen, was - gewi├č mit erheblicher Zornesr├Âte der US-Regierenden verbunden - denn auch geschah. Dar├╝ber hinaus forderte die SCO die USA bzw. die truppenentsendenden Staaten auf, einen Zeitplan f├╝r jeglichen Truppenabzug aus der Region aufzustellen. Sobald Iran Mitglied ist, stehen ihm formal also gleich vier Atomm├Ąchte (Ru├čland, China, Indien, Pakistan) kooperativ zur Seite.
F├╝r etwaige aggressive Ambitionen insbesondere der Herren Bush, Cheney und Olmert und der sie st├╝tzenden und dr├Ąngenden Hinterm├Ąnner verengt sich dann der Handlungsspielraum erheblich, bzw. erh├Âht sich das Risiko einer unmittelbaren Ausweitung des Konflikts ├╝ber die Region Naher/Mittlerer Osten hinaus.

Venezuelas Staatschef Chavez machte zudem unl├Ąngst klar, da├č im Falle eines Angriffs auf den Iran keinerlei venezolanisches ├ľl mehr flie├čen werde - f├╝r niemanden! Das aber hei├čt, da├č sich die USA auch ├╝ber kunstvoll ersonnene Umwege nicht mehr damit eindecken k├Ânnten. Barrelpreise von jenseits der 200-Dollar-Marke und ein Kollaps der Weltwirtschaft w├Ąren binnen k├╝rzester Zeit die Folge, denn das vollst├Ąndige Sperren der Stra├če von Hormus ist eine der leichtesten ├ťbungen f├╝r das iranische Milit├Ąr.

Nicht zuletzt wegen solch ├╝beraus d├╝sterer Aussichten tobt in den USA hinter den Kulissen ein erbitterter Machtkampf mit Anzeichen hektischer Panik. Nicht jeder Kongre├čabgeordnete ist schlie├člich suizidal veranlagt oder so fanatisch verblendet wie etwa die PNAC- und ┬┤Israel-First┬┤-Hardcore-Falken hinter der amtierenden Administration.

Neben der harschen Kritik eines halben Dutzends pensionierter hochrangiger fr├╝herer Gener├Ąle am Irak-Debakel ist es wohl kein Zufall, da├č ausgerechnet (und erst) jetzt das Massaker von Haditha ├Âffentlich gemacht wird, und seit einigen Tagen mahnende Stimmen, die zu bilateralen und ernst gemeinten Gespr├Ąchen mit dem Iran dr├Ąngen, an die ├ľffentlichkeit dringen.

Andererseits ist es aber eben auch kein Zufall, da├č Cheney im Baltikum heftig gegen Ru├čland lospolterte, was Putin trocken konterte, indem er das Bild der namentlich ungenannt bleibenden USA als eines ┬┤immer gefr├Ą├čigen, r├╝cksichtslosen Wolfs┬┤ auf der B├╝hne der Weltpolitik einbrachte.

Zudem erw├Ąhnte Ru├čland in den letzten Monaten wiederholt warnend, es verf├╝ge mit den Topol-Interkontinentalraketen neuesten Typs ├╝ber ein Nuklearwaffenpotential, das auf Jahrzehnte hinaus jegliches erdenkliche Raketenabwehrsystem werde kontern k├Ânnen. Auch wird noch in diesem Jahr das weltweit begehrte Boden-Luft-Flugabwehrsystem S-300 ins verb├╝ndete Wei├čru├čland geliefert und dort einsatzf├Ąhig installiert. In Ru├čland selbst wird ebenfalls in den n├Ąchsten Monaten das noch neuere und leistungsf├Ąhigere Flugabwehrsystem S-400 installiert werden (es kann eine Vielzahl angreifender Marschflugk├Ârper, Flugzeuge sowie Kurz- und Mittelstreckenraketen in bis zu 400 km Entfernung bek├Ąmpfen).

Neben den Ausf├Ąllen Cheneys ist auch folgende ├äu├čerung Olmerts erschreckend (von CNN am 21. Mai ver├Âffentlicht). Demnach sei die Schl├╝sselfrage bez├╝glich Iran nicht, wann er eine Atombombe baue, sondern vielmehr wann er das Wissen erwerbe, das sie [die Iraner; RK] ben├Âtigten, um solche Waffen herzustellen.
Und: ÔÇ×Die technische Schwelle ist sehr nahe. Sie kann eher in Monaten als Jahren bemessen werden.ÔÇť
Das ist insofern ungeheuerlich, als das blo├če Wissen zum Bau einer simplen Atombombe ├í la ÔÇ×TrinityÔÇť (Los Alamos, 1945) bei Vorhandensein von gen├╝gend spaltbarem Uran und/oder Plutonium l├Ąngst ein offenes Geheimnis ist. Daf├╝r braucht der Iran weder Jahre noch Monate. Zum anderen ist es auch aus theoretischer Sicht unglaublich und dreist, selbst wenn der Iran Atomwaffen bauen wollte, was er konsequent abstreitet und wof├╝r es keinerlei Belege gibt. Kann denn f├╝r diesen rein theoretischen Fall wirklich ein Land, das nach internationaler Sicht ├╝ber 100 bis 400 Kernsprengk├Âpfe (und diverse Tr├Ągerwaffensysteme f├╝r diese) verf├╝gt, das diese Tatsache auch gar nicht bestreitet, sondern nur vielsagend dazu schweigt, und das den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat, einem anderen Land mit etwa zehnfacher Bev├Âlkerung, das (im Gegensatz zu Israel, den EU-3 und den USA) seit ewigen Zeiten kein anderes Land angegriffen hat, und das im Prinzip umringt ist von Staaten mit Atomwaffen, solch eine Absicht zur Erlangung des Zustands gegenseitiger Abschreckung untersagen?

N├Ąchsten Monat wird Israel an einem Marine-Man├Âver der NATO im Schwarzen Meer teilnehmen. Wie bei Arutz Sheva berichtet wurde, markiere dies laut Brigadegeneral Ben Yosef einen weiteren Schritt der Entwicklung der Beziehungen zwischen der NATO und den israelischen Streitkr├Ąften. Laut Reuters w├╝rden die ├ťbungen auch die Simulation von Gefechten zwischen raketenbest├╝ckten Flotten beinhalten. Alon Ben David, ein israelischer Analyst f├╝r Jane┬┤s Defense Weekly habe Reuters erl├Ąutert, da├č Israel bestrebt sei, seine Kooperation mit ausl├Ąndischen Armeen in Vorbereitung f├╝r einen m├Âglichen Konflikt mit dem Iran zu vertiefen. Arutz Sheva weiter: ÔÇ×Auf dieser Stufe dient eine breitere Kooperation mit der NATO den Interessen Israels und sie kann Israel strategisch unterst├╝tzen, sollte es sich dazu entschlie├čen, einseitig gegen Irans Nuklearkapazit├Ąten vorzugehen.ÔÇť Wenn das keine offenen Worte sind!

George W. Bush meinte bei Olmerts k├╝rzlichem Besuch in Washington, da├č die USA zur Verteidigung Israels herbeieilen w├╝rden, sollte es angegriffen werden. Nun, das ist nichts Neues, denn der fr├╝here Pr├Ąsident Bill Clinton meinte 2002 doch glatt, er w├╝rde sich h├Âchstpers├Ânlich ÔÇ×ein Gewehr schnappen und im Sch├╝tzengraben f├╝r Israel k├Ąmpfen und sterben, wenn der Irak den Jordan ├╝berqueren sollteÔÇť! Das ist leider kein schlechter Scherz, er hat das wirklich von sich gegeben. ("If Iraq came across the Jordan River ... I would grab a rifle and get in the trench and fight and die." ).

Neu ist seit Rot-Gr├╝n ja auch nicht mehr, da├č sich erstmals seit der faschistischen Nazi-Diktatur Deutschland wieder an v├Âlkerrechtswidrigen Angriffskriegen (wie gegen die BR Jugoslawien 1999) beteiligt. Der gerade abgetretene Generalbundesanwalt Nehm entbl├Âdete sich in diesem Zusammenhang doch tats├Ąchlich nicht, die Haltung zu vertreten, das Grundgesetz verbiete nur das Vorbereiten von Angriffskriegen, nicht jedoch das F├╝hren solcher. Das also ist real existierender ÔÇ×freiheitlich-demokratischer RechtsstaatÔÇť, wohl bekomm┬┤s!

Schon Anfang Mai wurde die Haltung der ┬┤westlichen Wertegemeinschaft┬┤ zementiert. Am 4. Mai hielten Angela Merkel und George W. Bush in Washington Reden vor dem American Jewish Committee (AJC).

Bush f├╝hrte u.a. aus: ÔÇ×Es ist das gemeinsame oberste Ziel der Vereinigten Staaten, unserer europ├Ąischen Verb├╝ndeten, Russlands und Chinas, Iran den Besitz einer Nuklearwaffe zu verweigern. Ich habe gestern mit Kanzlerin Merkel ├╝ber dieses wichtige Thema gesprochen. Ich kann Ihnen versichern, dass wir in Kanzlerin Merkel eine starke Verb├╝ndete haben, wenn es darum geht, die Welt zu einen und mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen.
Wir werden die iranische Regierung weiterhin mit Nachdruck dazu anhalten, den Forderungen der IAEO sowie den Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zu entsprechen. Die Vereinigten Staaten achten und bewundern die iranische Bev├Âlkerung. Wir haben Respekt vor ihrer Geschichte und Kultur. Wir respektieren ihr Recht, ihre Zukunft selbst zu bestimmen und ihre Freiheit zu erlangen. Die Vereinigten Staaten sehen dem Tag freudig entgegen, an dem unsere Nation zu den engsten Freunden eines freien und demokratischen Iran z├Ąhlt.ÔÇť

Nun, erstens verst├Â├čt der Iran gegen keinerlei internationale Verpflichtung wie etwa den Atomwaffensperrvertrag oder eine UN-Resolution, und zweitens ist der Schlu├č des Zitats eine unglaublich anma├čende Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Iran, in dem Ahmadinedschad immerhin mit gro├čer Mehrheit gew├Ąhlt wurde (und nicht etwa vom Obersten Gericht wie 2000 oder mittels simpel manipulierbarer elektronischer Wahlmaschinen wie 2004 zum ┬┤demokratisch gew├Ąhlten┬┤ Sieger erkl├Ąrt wurde, Herr Bush!). Wer ist au├čerdem mit ┬┤wir┬┤ gemeint, die Merkel als starke Verb├╝ndete ansehen? Bush und das AJC? 

Dann durfte Angela Merkel das Wort ergreifen: ÔÇ×Meine Damen und Herren, zweifellos ist das iranische Nuklearprogramm f├╝r uns Anlass zu allergr├Â├čter Besorgnis und zu gemeinsamem internationalen Handeln. Es muss - dar├╝ber sind sich gl├╝cklicherweise viele einig - verhindert werden, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Von entscheidender Bedeutung ist in der jetzigen Situation die Entschlossenheit des internationalen Vorgehens, die nur durch Geschlossenheit ihre Wirkung entfalten kann. Deutschland wird seinen Beitrag leisten, um dieses Ziel zu erreichen.ÔÇť

F├╝r mich ist Anla├č zu allergr├Â├čter Besorgnis eher diese v├Âllig einseitige, kaum verh├╝llt aggressive Sichtweise der Lage, diese an den Vorabend des Ersten Weltkriegs erinnernde, geradezu blind zu nennende Verbundenheit, im Zweifel bis in den Untergang hinein. Interessant die Wortwahl, wonach nur ┬┤viele┬┤ sich einig sind, also nicht einmal ┬┤fast alle┬┤.

Was trotz der positiven Signale des heutigen Tages von Condoleezza Rice au├čerdem die n├Ąchsten Wochen so gef├Ąhrlich erscheinen l├Ą├čt, das sind ausgerechnet die Fu├čball-Weltmeisterschaft und von israelischen Medien lancierte Meldungen, da├č angeblich radikale Muslime Terrorakte in Deutschland w├Ąhrend der WM begehen wollten. Roee Nahmias berichtete am 26. Mai in Ynet folgendes: ÔÇ×[Die] Saudische Zeitung [Al-Watan] sagt, Israel warnte die US- und europ├Ąischen Geheimdienste vor m├Âglichen Versuchen von Hisbollah-Zellen, Angriffe w├Ąhrend des anstehenden Fu├čballturniers in Deutschland durchzuf├╝hren, um der internationalen Gemeinschaft zu beweisen, da├č der Iran zur Vergeltung in der Lage ist, wenn er angegriffen wird.ÔÇť Und: ÔÇ×Quellen in Washington sagten, ein gemeinsamer us-amerikanisch/europ├Ąischer Lageraum sei errichtet worden, um sich mit solch einem Szenario zu befassen; bislang machen sich zwei amerikanische Flugzeugtr├Ąger zusammen mit einem franz├Âsischen Schiff auf den Weg in den Indischen Ozean und den Persischen Golf. US-Vertreter, die gegen einen Angriff auf den Iran eingestellt sind, f├╝rchten, die Bush-Administration k├Ânnte solche Terrorangriffe dazu nutzen, eine Offensive zu starten, die diesen Vertretern zufolge die iranische Nuklearkrise beilegen [welch diplomatische Wortwahl statt ┬┤Angriffskrieg┬┤; RK] und die Zustimmungsraten des Pr├Ąsidenten steigen lassen w├╝rden. Die Vertreter f├╝gten hinzu, da├č, sollten die Terrorangriffe von dritter Seite gesteuert werden, sie immer noch dazu genutzt w├╝rden, einen Angriff auf den Iran zu rechtfertigen.ÔÇť

Das Szenario eines Anschlags w├Ąhrend der WM, der dann in manipulativer Weise dem Iran angelastet werden k├Ânnte, ist gewi├č sehr ernst zu nehmen. ├ťbrigens wirkt der ÔÇ×Amoklauf eines Sechzehnj├ĄhrigenÔÇť in Berlin ein wenig wie eine kleine PSYOP-Ein├╝bung im Vorfeld. Ein Jugendlicher steht unter dem Tatverdacht, w├Ąhrend der Feierlichkeiten zur Er├Âffnung des Berliner Hauptbahnhofs und in unmittelbarer N├Ąhe zum Kanzleramt wahllos auf 41 Passanten eingestochen zu haben. Er kann sich nur dummerweise, dabei aber glaubhaft, an ├╝berhaupt nichts erinnern, wiewohl er sich inzwischen vorsorglich bei den Opfern entschuldigt hat. Die Mainstream-Medien labern von ┬┤mutma├člich betrunken┬┤ bis ┬┤stark betrunken┬┤ in diversen Schattierungen und Unsch├Ąrfegraden, es fehlt aber jegliche Ver├Âffentlichung des Ergebnisses einer Blutprobe, die mit Sicherheit gemacht wurde (oder h├Ątte werden m├╝ssen). Sollte der mutma├čliche T├Ąter Mike P. gar nicht betrunken gewesen sein, w├╝rde das den Verdacht aufkeimen lassen, da├č er unfreiwilliges Werkzeug einer ├╝blen Mind-Control-Aktion geworden sein k├Ânnte. Die mediale Aufbereitung der Messerattacken f├Ârdert die Neigung der Bev├Âlkerung, harte staatliche Ma├čnahmen im Inneren (auch von weitreichenden Bundeswehreins├Ątzen) hinzunehmen oder gar selbst zu fordern. Gesteigert wird diese Angstkampagne noch durch die aufgetischte Geschichte eines absurd anmutenden HIV-Ansteckungsrisikos, weil das Tatmesser durch eines der ersten Opfer entsprechend infiziert worden sein soll.

Auch der US-Politiker Lyndon LaRouche warnt ├╝brigens vor Gewaltakten w├Ąhrend der Fu├čball-WM. Viele neonazistisch ausgerichtete Fangruppen aus diversen Teilnehmerstaaten seien geheimdienstlich unterwandert und gef├╝hrt, sie k├Ânnten zu ├╝blen machtpolitischen Zwecken mi├čbraucht werden. LaRouche ist zwar sehr umstritten, doch im Zusammenhang von Terrorwarnungen ist bemerkenswert, da├č er nur wenige Monate vor 9/11 vor der gro├čen Gefahr einer solch drastischen und inszenierten Terroraktion gegen die USA gewarnt hatte, und da├č er dann fast umgehend den Mut aufbrachte, diese als Insideraktion zu brandmarken.

Hoffen wir also, da├č es nicht zu solch niedertr├Ąchtigen Gewaltakten kommt. M├Âgen sie im Zweifel nicht nur per se abgeblasen werden, sondern in keinem Falle als Vorwand zu einem neuerlichen Angriffskrieg auf einen souver├Ąnen Staat mi├čbraucht werden k├Ânnen.

 

[11. September] [Avian bio-wars?] [Krieg wg. ├ľlb├Ârse?] [Abgrund Irankrise] [Glanz und Wert] ["Saddam" tot] [Armageddon ahoi?] [Klima-M├Ąrchen] [BBC und 9/11] [Erfurt (+5 Jahre)] [V├Âlkerrecht in Georgien] [Was will Erdogan?]